Hygienekonzept für Chorproben


Nach wie vor gelten Chorproben als hochriskant bezüglich der Ansteckungen mit dem Corona-Virus. Es gibt aber ein kleines Licht am Horizont:

Der Allgemeine Cäcilien-Verband (ACV) Deutschland und der Chorverband Pueri Cantores haben Anfang Juni ein Hygienekonzept für die Wiederaufnahme von Chorproben ab Herbst 2020 vorgelegt (siehe unten).

Das Konzept sieht hohe Auflagen und strenge Regeln u.a. für das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen in der Probe, besondere Abstandsregelungen und namentliche Protokollierung aller Sänger incl. Sitzplatzvermerk vor. Es sollte jedoch prinzipiell möglich sein, in einem geeignet großen Raum (z.B. Kirche) wieder eine Probe, wenn auch mit erheblichem organisatorischen Aufwand, abzuhalten.

Um die Euphorie wieder etwas einzudämmen: Vorrangig sind die Bestimmungen des Landes NRW und des Bistums Münster zu beachten. Demnach muss (Stand 30. Mai 2020) der Abstand für Sängerinnen und Sänger „in Ausstoßrichtung“ vier (bisher sechs) Meter betragen. Seitlich bleibt es bei drei Metern. Außerdem ist eine Raumgröße von mindestens zehn Quadratmetern pro Person erforderlich.

Update: Seit 1. September 2020 ist in NRW beim Singen nur noch ein Abstand von zwei Meter in alle Richtungen sowie eine Raumgröße von mindestens sieben Quadratmetern pro Person erforderlich. Der Mindestabstand vom Chor zum Publikum/Gemeinde muss allerdings vier Meter betragen (siehe CoronaSchVO).

Das Konzept weist auch darauf hin, dass das Singen im Gottesdienst für Chöre trotzdem weiterhin nicht möglich sein wird, weil dann der Sicherheitsabstand untereinander und zur Gemeinde nicht ausreichend gegeben ist. Hier geht es also primär um den Kontakt der Mitglieder untereinander.

Aber sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung.
Bleiben Sie gesund!